Termine

Semesterplan

Eine aktuelle Übersicht über die von unserer Professur angebotenen Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2017/2018 finden sie hier.

Aktuelles

Posterpreis

Caroline Löw erhält den DBG Sonderposterpreis der Kommission II auf der Jahrestagung der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft (mehr Informationen)

Sieg beim 1. Soil Contest

Simon Stahr, Marcus Bork, Thomas Laemmel und Kenton Stutz gewinnen für die Universität Freiburg den 1. Soil-Contest im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft 2017 (mehr Informationen)

Erfolg beim 24. Forstlichen MTB-Rennen

Gregor Koch und Simon Stahr (1. Platz) nahmen mit großem Erfolg beim 24. Forstlichen MTB-Rennen des Forstsportvereins BaWü teil.

Neue Publikationen

Soil phosphorus supply controls P nutrition strategies of beech forest ecosystems in Central Europe in Biogeochemistry von Fritzi Lang, Jaane Krüger et al.

Phosphorus speciation and C:N:P stoichiometry of functional organic matter fractions in temperate forest soils in Plant and Soil von Simon Stahr et al.

Available nutrients can accumulate in permanent skid trails in Forests von Kenton P. Stutz et al.

Stellenausschreibungen

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Artikelaktionen

Projekt "Aktive Regeneration von Befahrungsschäden an Waldböden - Erstellung eines Praxiskonzepts"

Projektverantwortlich

 

Projektpartner

  • PD Dr. Klaus v. Wilpert

(Abteilung Boden und Umwelt, Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, FVA)

 

 

Projektbeschreibung

 

So lange in Waldbeständen eine ungeregelte Befahrung stattfand, wirkten die dadurch verursachten Bodenverformungen aufgrund der sehr langen Regenerationszeiten (Jahrzehnte bis Jahrhunderte) weitgehend kumulativ. Dadurch entstanden großflächig „Altlasten“ verformter Böden mit teilweise dramatisch eingeschränkten Bodenfunktionen. Aber auch nachdem permanente Feinerschließungssysteme als Regelfall für Waldpflege und Holzernte gelten, ist nicht mit einer vollständigen Rückführung der Neuverformungsrate auf 0 zu rechnen. Gründe dafür sind Defizite bei der Wiederauffindbarkeit neu konzipierter Erschließungssysteme (z.B. bei Personalwechsel auf Revierebene), Veränderungen von Erntesystemen und Waldbauverfahren sowie aufgrund des prognostizierten Klimawandels vermehrte „Noternten“ nach Sturmwurf. Die Beobachtung zeigt, dass Sturmwurfkatastrophen häufig hinsichtlich des Bodenschutzes einen subjektiv gerechtfertigten „übergesetzlichen Notstand“ erzeugen, da andere, durch den Windwurf diktierten, zeitkritische Kriterien wie z.B. die Vermeidung der Entwertung des Sturmholzes durch Pilzbefall, die Beseitigung der Gefahr von Insektenkalamitäten oder die Erhöhung der Arbeitssicherheit den auf Bodenschutz ausgerichteten Normalfall außer Kraft setzen.

Neben den bestehenden verformten Altflächen ist daher auch in Zukunft mit einer beachtlichen Neuverformungsrate von Waldböden zu rechnen. Die aktive Restauration verformter Böden mit einem naturwissenschaftlich optimierten, praxistauglichen und routinemäßig in Erntemaßnahmen zu integrierenden Verfahren könnte helfen, mechanisierte Holzernte und Bodenschutz noch besser miteinander zu versöhnen. Dazu muss in diesem Vorhaben die Erfüllung folgender Voraussetzungen geschaffen werden:

  • Es wird ein optimiertes Verfahren entwickelt, mit dem die standortstypischen Bodenfunktionen beschleunigt wieder hergestellt werden. Die Beobachtung der natürlicher Pflanzensukzessionen auf manchen Fahrspuren gibt Hinweise, dass dabei der Bioautomation große Bedeutung zukommt: Die Besiedlung verformter Böden durch Pionierpflanzen mit Aerenchymen stellt häufig einen ersten Schritt zur Restauration des Belüftungsystems verformter Böden dar. Wir wollen daher solche Arten (einzeln und gemischt) gezielt in vorhandene sowie experimentell hergestellte Fahrspuren aussäen bzw. pflanzen (Holzgewächse) und die Wirkungen auf die Verbesserung der Bodenfunktionen messen (Gasdiffusion). Daneben werden auch die mechanische Oberboden-Lockerung (Schwinggrubber) sowie die Erhöhung der Bioturbation durch Kalkung einzeln und in Kombination mit dem Hilfspflanzenanbau getestet.

  • Um ein optimiertes Verfahren anwenden zu können, müssen neben der Verbreitung des „know-how“ auch die Ressourcen zur Realisierung leicht und flächendeckend zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund sind bereits in der Versuchsphase auf Wildpflanzen spezialisierte Pflanzenzuchtbetriebe integriert. Sie sollen am Projektende in der Lage sein, im Hinblick auf das Regenerationspotenzial optimierte und gebrauchsfertige Saatgutmischungen bzw. Stecklings- und Forstpflanzenkombinationen in ausreichender Menge herzustellen und zu vermarkten

 

Die Ergebnisse münden in eine verbindliche Arbeitsanleitung, in der die optimierten Verfahren beschrieben und bewertet werden. 

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