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SPP 1685 - Ecosystem nutrition: forest strategies for limited phosphorus resources

Projektbeschreibung

Ökosystemernährung: Forststrategien zum Umgang mit limitierten P-Ressourcen

 

Mit diesem DFG-Schwerpunktprogramm will das Konsortium die ökosystemare Dimension der Pflanzenernährung untersuchen und der Frage nachgehen, was das viel benutzte Zitat "Das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelteile" für die Versorgung von Waldökosystemen mit Phosphor ganz konkret bedeutet. Die Frage der P-Versorgung soll aus dem Blickwinkel „Ökosystemernährung“ betrachtet werden, dafür sollen neue Konzepte und innovative Methoden entwickelt werden. Es wird untersucht, ob es Anpassungsmechanismen an Standorte mit schlechter Phosphorversorgung gibt, die nicht auf der Anpassung der einzelnen Individuen beruhen sondern auf sehr gut abgestimmter Zirkulation von Phosphor im System. Die Hypothese, die überprüft wird ist, dass Lebensgemeinschaften auf P-armen Standorten durch hohe Recycling-Effizienz gekennzeichnet sind.

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Zentraler Bestandteil der wissenschaftlichen Untersuchung sind fünf Dauerbeobachtungsflächen forstlicher Landesanstalten in Baden Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Thüringen. Auf diesen Flächen werden P-Flüsse, die P-Versorgung der Bestände und das P-Recycling sowie die Steuergrößen der Recycling-Effizienz ermittelt und im Kontext der auf den Flächen seit langem durchgeführten Erhebungen diskutiert werden. Dabei ist es für das Schwerpunktprogramm von großem Vorteil, auf diese Langzeituntersuchungen zurückgreifen zu können. Derartige Daten könnten im Rahmen eines zeitlich befristeten Verbundprojektes nicht erarbeitet werden, sind für die Interpretation der erzielten Ergebnisse aber essentiell. Von großer Bedeutung für die Bearbeitung der Fragestellung ist außerdem die enge Zusammenarbeit zwischen Vertreterinnen und Vertretern aus bodenwissenschaftlichen, pflanzenwissenschaftlichen, forstwissenschaftlichen und geowissenschaftlichen und umweltwissenschaftlichen Fachdisziplinen. In einem weiteren Schritt soll untersucht werden, wie menschliche Eingriffe (Baumartenwahl, Nutzungsintensität, Kalkung, Stoffeinträge, Klimawandel) die postulierten ökosystemaren Anpassungsstrategien beeinflussen. Außerdem stellen wir uns auch die/der Frage, ob wir von natur-nahen Systemen auch etwas lernen können für effizientes Phosphor-Recycling in anthropogenen Systemen.

 

Weitere Informationen finden sie auf den Webseiten des SPP 1685 unter http://www.ecosystem-nutrition.uni-freiburg.de

 

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